Was ist IT-Automatisierung?

Unter Automatisierung ist grundsätzlich der Einsatz von Technologien zu verstehen, mittels derer Aufgaben weniger oder gar nicht mehr manuell durchgeführt werden müssen. Sobald man sich in einer Branche mit sich wiederholenden Aufgaben bewegt, kann man also von einer Automatisierung profitieren. Auch wir haben in unserem Arbeitsalltag ständig mit der Automatisierung von IT-Prozessen zu tun und wissen daher sehr gut, welche Herausforderung eine solche für Kunden anfangs darstellen kann.

Das erwartet dich:

Die Automatisierung von Prozessen

Durch die Automatisierung manueller Prozesse wird die Bereitstellung von IT-Infrastruktur und Anwendungen beschleunigt. Es wird Software eingesetzt, damit sich wiederholende Aufgaben, Prozesse oder Richtlinien erstellt werden können, mittels derer sich die IT Zeit spart und ihren Fokus auf strategischere Aufgaben richten kann.

Der Cloud- und Rechenzentrumsbetrieb kann auf die unterschiedlichste Art und Weise automatisiert werden. Mittels Prozess-Automatisierung können Umgebungen in der IT schneller skaliert werden, dabei passieren weniger Fehler und es ist eine bessere Abstimmung auf geschäftliche Anforderungen möglich.

Eine vollständig automatisierte Umgebung ermöglicht, dass sich die Bereitstellung produktionsbereiter Ressourcen von Wochen auf weniger als nur einen Tag minimieren lässt – eine für Business-Stakeholder eindeutig gewinnbringende Beschleunigung.

Definition der IT-Automatisierung

Bei einer Automatisierung der IT, führen Systeme und Software automatisierte Prozesse und Aufgaben aus, welche manuelle und zeitaufwendige Arbeiten von IT-Profis einwandfrei ersetzen. So kann sich die IT auf andere Themen konzentrieren und kann Services außerdem schneller, konsistenter und sicherer bereitstellen.

Was beinhaltet die Automatisierung der IT?

Theoretisch kann man wirklich alles automatisieren – zumindest bis zu einem bestimmten Maß. Eine IT-Automatisierung kann also in so gut wie alles integriert und auch auf so gut wie alles angewendet werden: egal ob Netzwerkautomatisierung, Infrastruktur, Cloud Bereitstellung oder Standard Operating Environments (SOEs). Außerdem auch beim Einsatz von Anwendungen und eines Konfigurationsmanagements.

Automatisierungsfunktionen und -anwendungen lassen sich sowohl für größere Bereiche wie Cloud, Edge Computing, und Sicherheit verwenden als auch für bestimmte Technologien wie Container oder Methoden wie DevOps.

Vorteile einer IT-Automatisierung

Eine IT-Automatisierung hat viele Vorteile, die wichtigsten sind:

  • eine Verbesserung der betrieblichen Effizient dank durchgängiger Automatisierung
  • die bessere Unterstützung von Endnutzern
  • mehr Sicherheit und Compliance
  • eine höhere Anwenderproduktivität und somit Zufriedenheit
  • vollständige Kontrolle über sämtlich Endgeräte
  • niedrige Kosten in der IT
Vorteile einer IT-Automatisierung

Wo kann IT-Automatisierung überall eingesetzt werden?

Wie bereits erwähnt, kann wirklich fast so gut wie alles automatisiert werden. Deshalb ist es eigentlich unmöglich aufzuzählen, wo diese überall eingesetzt werden kann. Ein ganzheitlicher Ansatz der IT Automatisierung kann – wenn sie gut umgesetzt wird – den Mitarbeitern helfen, manuelle, repetitive Prozesse abzunehmen.

Sie kann z.B. dann eingesetzt werden, wenn Netzwerk- oder Sicherheitsvorlagen sowie -Blueprints erstellt werden, um Anwendungen zu konfigurieren oder um produktionsbereite Infrastrukturen bereitzustellen.

Die 5 besten Tools für eine IT-Automatisierung

Du willst das Thema IT-Automatisierung selbst in die Hand nehmen oder interessierst dich dafür, mit welcher Software diese umgesetzt werden kann? Folgende Tools eignen besonders für mittelständische Unternehmen – lass dich davon aber auch für einen Konzern oder ein Start-up nicht abschrecken. Here we go.

1. Ansible

Als Open-Source-IT-Engine automatisiert Ansible die Anwendungsbereitstellung, die IT-Orchestrierung und das Konfigurationsmanagement. Gegründet im Jahr 2012 wurde es damals mit Python geschrieben. Für die Implementierung sind jedoch nicht zwingend Python-Kenntnisse notwendig, da Ansible ein Playbook zur Verfügung stellt, in dem alle Konfigurationen auch in YAML geschrieben sind.

Die Installation einer separaten Software ist nicht notwendig. Ansible ist für Sysadmins, Infra-Ingenieure und Entwickler geeignet.

2. SaltStack

Infrastrukturmanagement, Orchestrierung und Konfigurationsmanagement sind mittels SaltStack mit hoher Geschwindigkeit durchführbar. Im Vergleich zu anderen Tools wie Puppet oder Chef ist das ein nicht unwesentliches Unterscheidungsmerkmal. Wie Ansible wurde auch SaltStack in Python geschrieben.

SaltStack läuft unter Apache. Es funktioniert im Prinzip plattformübergreifend, jedoch unterstützt es insbesondere unxoide Betriebssysteme wie Linus, Unix und FreeBSD. Auch Rechner mit Windows-Betriebssystem lassen sich damit eingeschränkt konfigurieren.

3. Chef

Eine Hauptursache für operative Ausfälle sind inkonsistente Anwendungen oder Infrastrukturkonfigurationen. Genau dieses häufig vorkommende Problem soll mittels Chef beseitigt werden.

Chef wird als Konfigurationsmanagement-Tool zur Verwaltung der Infrastruktur eingesetzt. Geschrieben in Ruby, wurde es zum ersten Mal 2009 durch OpsCode veröffentlicht.

Ziel ist es, jede Umgebung mit denselben Konfigurationen in der Infrastruktur konsistent zu halten. Es werden verschiedenen Tools wie z.B. Chef Infra, Chef Enterprise, Chef Automate und Chef Community für das Infrastrukturmanagement geboten.

4. Bolt

Als Open-Source-Projekt von Puppet stellt Bolt ein Agent-loses Orchestrierungswerkzeug für die IT-Automatisierung dar. Mittels Bolt können sämtliche manuellen Aufgaben automatisiert werden, die bedarfsweise ausgeführt werden müssen. Dies schließt z.B. die Bereitstellung von Anwendungen, Fehlerbehebungen bei Servern oder das Patchen und Aktualisieren von Systemen ein.

Da Bolt ohne Agent auskommt, muss keine entsprechende Software auf den Zielcomputern installiert werden. Bolt muss lediglich auf dem jeweils lokalen System installiert werden, und kann die Remote-Zielsysteme dann mittels SSH oder WinRM verbinden.

5. Terraform

Bei Terraform handelt es sich um ein Open-Source-Tool zur Provisionierung von Infrastrukturen. Es wird genutzt, um Infrastrukturen mittels IaC (Infrastructure as Code) zu erstellen und bereitzustellen. Entwickelt von Hashicorp wurde es 2014 veröffentlicht.

Terraform arbeitet sehr gut mit Cloud-Anbietern wie AWS, GCP, Azure oder Alibaba zusammen. Die jeweilige Infrastruktur kann mit Terraform auf jedem dieser Cloud-Anbieter bereitgestellt und verwaltet werden.

Eine der häufigsten Nutzungen von Terraform ist derzeit die Verwaltung von Kubernetes-Clustern.

Features der einzelnen Tools

AnsibleSaltStackChefBoltTerraform
Automatisierung mittels der einfachen Programmier-Sprache YAMLFür Geschwindigkeit und Skalierung entwickelt, kann Saltstack bis zu 10000 Minions pro Master verarbeiten (Master = Server, Minions = Clients)
Die Konfigurationen sind in YAML geschrieben und somit leicht zu erlernen
Man kann eigene, sogenannte Bolt-Pläne (Kombination aus Skripten, Befehlen und Aufgaben) in YAML schreiben – das ist einfach zu erlernen und zu verwenden
Verwaltet mühelos Die Konfiguration unveränderlicher Infrastrukturen
Es kann über einfaches SSH (Secure Shell, Netzwerkprotokoll für verschlüsselte Verbindunge) eine Verbindung zu den Servern hergestellt werdenDa es über eine einzige Remote-Ausführungsarchitektur verfügt, ist es sehr einfach einzurichtenEs sind mehrere Entwicklungstools zum Schreiben von Konfigurationen, zum Auflösen von Abhängigkeiten und Testen enthalten
Es sind viele bereits vorhandene Pläne und Workflows bei Puppet Forge verfügbar
Es kann eine vollständige Orchestrierung der Infrastruktur durchgeführt werden, nicht nur das Konfigurationsmanagement
Die Übertragung der Konfigurationen von einem lokalen Computer auf den Server erfolgt über ein Push-ModelKonfigurationsdateien in SaltStack unterstützen alle Arten von SprachenKomplexe Umgebungen können durch einfache Funktionenen in der Enterprise Edition gehandhabt werden
Um eine bessere Skalierbarkeit zu erzielen, ist ein Verschieben der Automatisierung von Bolt zu Puppet Enterprise mühelos möglichDurch HCL einfach les- und erlernbar
Ansible basiert auf Python und unterstützt daher viele Python-Bibliotheken und -FunktionalitätenBefehle auf Remote-Systemen können parallel ausgeführt werden, dies trägt zur schnellen Umsetzung der Automatisierung bei
Integrierter Support mit Hunderten von DevOps-Tools wie z.B. Jenkins, GitHub oder Azure TerraformBei erfolgter Terraform-Registrierung werden vorgefertigte Module und Anbieter für Hunderte von Tools und Technologien geboten
Große Sammlung von Ansible-Modulen, kuratiert durch das Red Hat-EntwicklungsteamEinfache Programmierschnittstelle mit Python-APIs

Wenn Du nun also vorhast, die IT-Infrastruktur deines Unternehmens oder deines Arbeitgebers effizienter zu gestalten, lohnt sich ein Blick auf die oben genannten Tools. So kannst Du monotone und immer wiederkehrende Aufgaben automatisieren und Ressourcen anders bündeln bzw. einsetzen.

Wie wird sich die IT-Automatisierung in Zukunft entwickeln?

Klar, die Zukunft lässt sich nie genau vorhersagen. Aber es ist durchaus möglich zumindest Vermutungen anzustellen, die gar nicht so unwahrscheinlich sind.

Sicher ist in jedem Fall, dass die Autonomie immer größer werden wird und daher auch immer größere Intelligenz in diesen Systemen verbaut werden wird. Sicherheitsrisiken könnten automatisch erkannt, gemeldet und beseitigt werden – und das bei einer unbesetzten IT-Abteilung, schließlich ist überall einmal Nacht oder Wochenende. Systeme könnten sich selber reparieren und Schwachstellen identifizieren – das ganze bei laufendem Betrieb und ohne dessen Einschränkungen.

Klingt gut, oder?

IT-Automatisierung mittels Consulting

Da sich Cloud Services und virtualisierte Netzwerke immer schneller verbreiten, ist eine Automatisierungsstrategie für eine effiziente IT aus unserer Sicht unabdingbar. Nicht jedes Unternehmen hat jedoch die Möglichkeiten, eine solche Automatisierung auch selbst umzusetzen – sei es das nötige Wissen oder die menschlichen Ressourcen, die in diesem Fall nötig sind.

Du bist dir unsicher, welche Möglichkeiten zur IT-Automatisierung bei deiner eigenen Infrastruktur möglich sind, möchtest das Thema gerne mal überprüfen und gegebenenfalls auch direkt angehen?

Wir stehen dir dabei gerne unterstützend zur Seite. Du kannst von der jahrelangen Erfahrung unserer Consultants profitieren und einfach die Abkürzung nehmen – wir freuen uns, wenn wir dich bei deiner IT-Automatisierung begleiten dürfen.

Franziska Wohlfahrt-Prahl Senior Marketingmanagerin bei Sequafy

Franziskas Welt ist das (Online-)Marketing, ihre liebsten Disziplinen sind hierbei Dialogmarketing und Contentmarketing. Die Welt des Cloud Computing hat sie bei Sequafy erst so richtig kennengelernt und als spannende Herausforderung gesehen. Hier bringt sie sich und ihre Erfahrung ein, um unseren Webseite-Content stets up to date zu halten.