Warum ist Modern Workplace nicht längst Standard?

Spätestens seit März 2020 ist “Modern Workplace” ein geflügeltes Wort in der modernen Arbeitswelt. Nicht ohne Grund, schließlich sorgen Modern Worplaces rund um den Globus dafür, dass der Laden weiter läuft.

Arbeitsplätze haben sich gewandelt, nicht zuletzt auch durch die Erwartungen der Mitarbeiter. Künstliche Intelligenz, global verteilte Teams und ein immer komplexer werdendes Arbeitsumfeld haben diesen Wandel mit vorangetrieben.

Die meisten setzen einen Modern Workplace jedoch mit Home Office gleich – also mit der Möglichkeit von Zuhause aus arbeiten zu können, wie aktuell z.B. während einer Pandemie. Irgendwo stimmt das natürlich auch, allerdings bedeutet es trotzdem weit mehr.

Home Office nicht gleich Modern Workplace

Modern Workplace bedeutet mehr als nur Home Office

Ein Modern Workplace ist nicht einfach nur die Möglichkeit, zuhause zwischen Schreibtisch und Couch wechseln zu können. Vielmehr wird damit ein Arbeiten auf jedem Arbeitsgerät möglich gemacht, mit dem man auf Dateien, E-Mails, Geschäftsdaten oder auch Besprechungen zugreifen kann. Diese Daten sind für gewöhnlich in der Cloud abgespeichert und vom Modern Workplace aus bequem abrufbar.

Unter anderem sorgt dies für eine schnelle und einfache (und somit äußerst effiziente) Kommunikation mit Kollegen über Chats oder Online-Meetings. Auch ein gemeinsames Arbeiten an Präsentationen und Dokumenten oder die vereinfachte Zusammenstellung von Projektteams ist so ohne Weiteres möglich. Egal ob am heimischen Schreibtisch, im Office oder einer Hängematte auf einer karibischen Insel (vorausgesetzt man hat da gutes W-Lan versteht sich).

Wir sind digitalisierter, als wir denken

Schauen wir einmal gar nicht so genau auf das reine Arbeitsumfeld, sondern etwas weiter gefasst. Dann sehen wir nämlich ganz schnell, dass wir im Grunde genommen unseren Alltag in sehr vielen Bereichen bereits digitalisiert haben – schon seit vielen Jahren, um genau zu sein. Wir tauschen uns (sowohl privat als auch beruflich) über Whatsapp aus, per Skype kommunizieren wir mit Freunden und Familie rund um die Welt. Über Social Media Kanäle wie Twitter, Instagram und Facebook teilen wir Statusmeldungen, Fotos aus dem Urlaub oder lustige Videos. Wiederum über LinkedIn und Xing vernetzen wir uns mit alten und neuen Business-Kontakten. Urlaubsbuchung, Partnersuche und noch viel mehr kann man an dieser Stelle aufzählen und wir kommen immer zum gleichen Ergebnis: Wir sind bereits digitalisierter, als die meisten von uns annehmen.

Modern Workplace = digitaler Arbeitsplatz

Aber warum fällt es “uns” dann so schwer, diese Digitalisierung auch entsprechend in unseren Arbeitsalltag zu transportieren? Denn unsere Freizeit ist ja – je nach Bedürfnis – bereits sehr weit digitalisiert. Neben digitaler Freizeitgestaltung wäre ein digitaler Arbeitsplatz also eigentlich nur eine logische Schlussfolgerung. Und nichts anderes bedeutet Modern Workplace schlussendlich: digitaler Arbeitsplatz.

Hierbei steht nicht in erster Linie die Digitalität im Vordergrund. Vielmehr eine Fusion zeitgemäßer, moderner Arbeitsweisen und Technologien, die an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst sind.

Immer mehr Systemadministratoren, C-Level-Entscheider und HR-Abteilungen befassen sich inzwischen mit Modern Workplaces bwz. einer Digitalisierung des jeweiligen Arbeitsumfeldes, um ihr Geschäftsmodell produktiver und attraktiver zu gestalten. Denn: erhöhte Produktivität der Mitarbeiter und auch erhöhte Attraktivität als Arbeitgeber können zu bestmöglichen Ergebnissen führen.

Warum ist ein Modern Workplace nicht längst “the new normal”?

Warum gibt es noch nicht überall Modern Workplace?

Aber was ist nun der Grund dafür, dass nach wie vor der Großteil der Unternehmen altmodische Telefonanlagen nutzt, statt z.B. eine digitale Lösung wie Skype for Business (und wenn, dann eher für Kollegen statt für Kunden)? Gute Frage. Die Antwort wird dich überraschen.

Die Gestaltung eines Modern Workplace hängt zum einen von einem passenden Setup für die Zusammenarbeit ab. Dazu gehören notwendige Soft- und Hardware, welche leicht angeschafft werden können. Die größere Herausforderung sind jedoch die Vision für eine neue Arbeitswelt und die Grundwerte des Unternehmens – das kulturelle Mindset trägt nämlich maßgeblich zum Erfolg einer unternehmensweiten Digitalisierung bei.

Diese wurde vom bekannten Analysehaus Gartner bereits 2017 festgestellt bzw. bestätigt. Digital vernetztes Arbeiten (unterstützt von Social Collaboration Tools) war schon damals keine Innovation mehr. Jedoch profitiert ein Unternehmen nur dann von “smart work”, wenn vor allem Einstellung, Haltung und Kultur zu einem modernen digitalen Arbeitsumfeld passen – daran hat sich bis heute nichts geändert. Und genau das ist der Grund, warum die Entwicklung in Richtung Modern Workplace auch so langsam voranschreitet.

Modern Workplace ist eine Frage des Mindsets

Sogar jetzt – nach einem Jahr Pandemie – ist es so, dass weltweit überwiegend die großen Unternehmen und Konzerne bei neuen Arbeitskonzepten bleiben möchten. Flexibles Arbeiten hat sich bewährt, die Unternehmensleistung wurde nicht schlechter, sondern in der Regel noch besser. Dennoch will ein Großteil der kleinen und mittelständischen Unternehmen “nach der Pandemie” zurück auf den Arbeitsstand von “vor der Pandemie”.

Sicher, bis dahin wird noch ein bisschen Zeit verstreichen. Aus diesem Grund hoffen wir, dass das ein oder andere Unternehmen die vielen Vorteile eines Modern Workplace doch noch für sich entdeckt.

Franziska Wohlfahrt-Prahl Senior Marketingmanagerin bei Sequafy

Franziskas Welt ist das (Online-)Marketing, ihre liebsten Disziplinen sind hierbei Dialogmarketing und Contentmarketing. Die Welt des Cloud Computing hat sie bei Sequafy erst so richtig kennengelernt und als spannende Herausforderung gesehen. Hier bringt sie sich und ihre Erfahrung ein, um unseren Webseite-Content stets up to date zu halten.